Gespräche über das Sprachenlernen

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Formel für natürliches Sprachenlernen
Formel für natürliches Sprachenlernen

Der eine oder andere Leser mag mitbekommen haben, dass neulich wieder ein Vortrag über „Effektives Sprachenlernen“ angekündigt war.

Schließlich saß Dr. Monika Lubitz mit drei Teilnehmerinnen zusammen, die alle erfahrene Lernerinnen von Fremdsprachen sind. Eine Dame suchte Anregungen für den Spanisch-Unterricht, den sie schon seit vielen Jahren mit großem Spaß an der Volkshochschule besucht. Eine zweite Dame, eine pensionierte Lehrerin liebt Latein und hatte beim Sprachenlernen in der Schule nie Probleme, fühlt sich jedoch unsicher beim Gedanken, ihre Französisch-Kenntnisse wieder zu aktivieren. Die dritte Dame spricht fließend Englisch, Französisch und Spanisch und will nun auch noch Italienisch dazu lernen. Ihre große Sorge war aber, dass Sie jetzt schon manchmal die anderen Sprachen mischte.

Nachdem sie ihre eigene Geschichte des Sprachenlernens erzählt hatt, gingen wir gemeinsam die Präsentation durch, deren Kernpunkte die folgenden sind:

1. jeder Mensch ist sprachbegabt, sofern er sich in seiner Muttersprache ausdrücken und diese verstehen kann.

2. Kleinkinder lernen ihre Muttersprache mühelos und ohne Stress, haben sogar Spaß daran.

3. Auch Schulkinder und Erwachsene können auf natürliche Art und Weise Fremdsprachen ohne Stress aber mit viel Spaß erlernen.

4. Durch eine Anpassung der Strategien, die wir als Kind zum Erwerb unserer Muttersprache angewendet haben und im Vergleich mit dieser können wir fremde Sprachen ohne Vokabelpauken und langweiligen Grammtikübungen lernen.

5. Das große Geheimnis besteht im den Lerner wirklich ansprechenden Material (Texte, Videos, Spiele) und der Formel für natürliches Sprachenlernen.

Um die Vorteile des Sprachenlernens nach der Formel für natürliches Sprachenlernen zu demonstrieren, hörten sich die Teilnehmerinnen erst einen nicht allzu schweren Dialog auf Französisch an, beschäftigten sich dann eine Weile mit dem bereits für sie dekodierten Material. Erst zum Schluss des Vortrages wurde dann der selbe Dialog ein zweites Mal abgespielt. Interessant war das Feedback: Der Dialog war schon beim zweiten Hören viel einfacher zu verstehen. Die pensionierte Lehrerin entdeckte, dass sie ihre alten Französischkenntnisse ganz einfach wieder reaktivieren könnte. Die Spanisch-Lernerin merkte, dass vor allem das wiederholte Hören interessanter Texte bzw. Sehen von Videos in Kombination mit dem Dekodieren starke Lerneffekte bewirkt. Der angehenden Italienisch-Lernerin gab ich den Tipp, Ihre Fremdsprachenkenntnisse deutlich zu sortieren – Redewendungen und Sätze zu vergleichen und besonders auf die Unterschiede zu achten – die sogenannten „falschen Freunde“, die Fallen, die es ja auch im Englischen für Deutsch-sprachige gibt.

Die Erfahrungen von Dr. Monika Lubitz mit dem Sprachenlernen sind übrigens im e-book „Japanisch lernen“ nachzulesen, das Sie sich mit einem Klick auf das Bild rechts kostenlos downloaden können.