Kaiserpaläste besuchen

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Foto von Raphael Azevedo Franca - Katsura Shoin Eigenes Werk, Gemeinfrei,
Foto von Raphael Azevedo Franca – Katsura Shoin, kaiserliche Villa in Kyoto

Als ich vor fast 25 Jahren mit einem deutschen Bekannten eine Japanreise machte, besuchten wir natürlich auch Kyoto mit seinen Tempeln, Gärten und Palästen. Damals mussten von vorherein mehr als zwei Tage in Kyoto einplanen, da wir uns für einen geführten Besuch in einem der Kaiserpaläste erst mit unseren Pässen anmelden mussten. Da damals das Internet noch lange nicht so weit entwickelt war, wussten wir nicht einmal, welcher Palast denn an unserem Wunschtermin geöffnet haben würde. Wir hatten dann sogar die Wahl zwischen der Villa Katsura und dem Sento-Kaiserpalast. Schließlich entschieden wir uns für die Villa Katsura mit seinen Teehäusern aus dem 17. Jahrhundert. In einer Gruppe von etwa 20 Leuten wurden wird durchgeführt und bekamen interessante Geschichten zu hören.

Kaiserpaläste besuchen ist jetzt viel einfacher

Seit den 1990er Jahren hat die Anzahl der Touristen in Japan jährlich zugenommen – mit Ausnahme des Katastrophenjahres 2011 – und nun kommen so viele, dass sich das kaiserliche Hofamt etwas einfallen lassen musste um dem Ansturm auf die Kaiserpaläste gerecht zu werden. Pünktlich zum 1. Juli dieses Jahres ist es nun viel einfacher, einen solchen Palast oder eine Villa zu besuchen. Man registriert sich entweder online oder direkt am Eingangstor des Palastes und kann sich dann auch frei auf dem Gelände bewegen. Pro Tag werden nun statt 300 Besucher 500 zugelassen. Mit einer Einschränkung gilt das auch für den Tokyoter Kaiserpalast. Hier sind nur die Gärten und nur mit einer Führung zu besuchen. Da der Palast bewohnt ist, kommt man dort leider nicht hinein. Nähere Informationen findet man hier.