Vom Bauern – Hof zum Vergnügungspark

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Schweine am Trog
Schweine auf einem Bio – Bauern – Hof

Während in Europa TTIP und CETA verhandelt werden und das Volk sich lautstark dagegen ausspricht, suchen findige Bauern in Japan Wege um trotz dem TPP weiterhin auf dem japanischen Markt attraktiv zu bleiben. Eine Möglichkeit ist, die Landwirtschaft weitgehend zu automatisieren und die Erzeugnisse vor schädlichen Einflüssen zu schützen, wie bereits berichtet.

Bauern – Wirtschaft auf der Basis von Kundenbeziehungen

Hohe Qualität der Produkte ist eine Strategie – und hier ist auch in Japan der Trend zu Bio-Produkten stark. Doch das allein reicht so manchem Bauern nicht aus. Ganz im Trend der Erlebnisparks wie dem Doitsu Mura, Disneyland oder Universal Studios, gibt es jetzt schon Höfe, die zu Attraktionen ausgebaut wurden. So haben sich einige Schweinezüchter in Iga, in der Präfektur Mie – südwestlich von Nagoya – zusammengeschlossen um die Marke Iga-Schwein zu vermarkten. Dazu bieten sie die Möglichkeit, nicht nur die Schweinezucht zu besichtigen, sondern auch zu sehen, wie aus dem Fleisch dann Wurst hergestellt wird. Dieser Vergnügungspark ist nicht nur von Nagoya aus, sondern auch von Kyoto und Osaka für einen Tagesausflug gut erreichbar.

Vieh – Bauern und Gemüse- oder Reis- Bauern

Die Schweinezüchter von Iga kooperieren auch mit lokalen Reis-Bauern und verkaufen ihre Produkte gemeinsam direkt an die Kunden anstatt über die Landwirtschaftliche Kooperation. Dadurch kann eine höhere Marge realisiert werden. Auch Gemüse – Bauern wie eine ehemalige Hausfrau aus Osaka, die nun Salat anbaut, hat keine Angst vor TPP, denn Salat will jeder frisch haben. Auch sie hat große Pläne biologischen Landbau mit Ökotourismus zu verbinden. Diesen Weg ist ein Ölmühlen-Besitzer bereits gegangen und hat aus dem vom Vater übernommenen Familienbetrieb ein größeres Unternehmen gemacht. Neben der internen Strom- und Wärmeerzeugung durch Verwertung von Biomasse wendet er das Prinzip der Nachhaltigkeit auch auf die in modernsten Gewächshäusern gezogenen Bio-Tomaten an. Sein Unternehmen ist regional auch als Arbeitgeber sehr beliebt, und strebt auf internationale Märkte wie China oder Russland.

Mehr über diese Entwicklung im japanischen Agrarsektor finden Sie hier.