Ninja-Forschungszentrum

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black ninja cartoon.Das Interesse an der japanischen Kultur wird häufig von den Kampfkünsten – Judo, Karate, Jiujitsu – geprägt. Auch bei den Anime gibt es ein Genre, in dem es viel um Kampf geht. Im Anime „Naruto“ geht es speziell um die Ninja, aber auch amerikanische Regisseure machen Anleihen, wie zum Beispiel für die Ninja Turtles.

Eine besondere Form, die man inzwischen auch im Westen lernen kann, ist das Ninjutsu (忍術) – die Künste der Ninja (忍者). Dabei bedeutet das erste Schriftzeichen „nin“ (忍)  Ausdauer, Geduld, aber auch heimlich und verborgenund ist aus dem Messer (刃) und dem Herz (心)zusammengesetzt.. Die mutigen Kriegel mit ihren Waffen waren auf Heimlichkeit spezialisiert – unabdingbar für Kundschafter, Spione und Meuchelmörder im japanischen Mittelalter (ab dem 15. Jahrhundert) und bis Ende der Edo- oder Tokugawa-Zeit (1868).

Der letzte Ninja

An der Universität Mie, in Iga (östlich von Osaka) soll nun ein eigenes Institut für Ninja-Forschung eingerichtet werden. In der Nachbarprovinz Aichi kann man übrigens bereits seit einer Weile Ninjutsu als Touristenattraktion bewundern. Wir berichteten schon über einen Amerikaner, der das Auswahlverfahren bestanden hatte.

Obwohl sie seit der Abschaffung des Adels in der frühen Meiji-Zeit (1868 – 1912) keine politischen Aufgaben mehr hatten, überlebte ihre Kunst. Der „letzte Ninja“, ein 67-jähriger Nachfahre aus einem Ninja-Klan, soll das Forschungszentrum unterstützen. Geplant ist auch eine Bibliothek und Mediathek in der Bücher und Filme zum Thema zusammengetragen werden sollen.

Eine weniger martialische, dafür aber sportliche Variante stellt der Parcours dar. Er baut auf ihren phänomenalen Künsten der Überwindung von Hindernissen auf. Der härteste deutsche Wettbewerb ist „Ninja Warrior Germany“ des Fernsehsenders RTL. Ninjutsu kann man in Deutschland laut dem Kampfsportverzeichnis in knapp 30 Dojos (道場Trainingsorte) trainieren.