Japanisches Budget Hotel in Frankfurt

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Budget Hotel

Am 14. März 2017 eröffnete ein weiteres Budget Hotel seine Tore ganz in der Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofs. Das in Japan so erfolgreiche Konzept der Toyoko-Inn Hotelkette eröffnet damit eine Offensive auf dem europäischen Markt.

Budget Hotel

Seit der Gründung 1986 ist die Anzahl der Häuser in Japan allein auf bereits 300 Hotels dieser Art angewachsen. Das Konzept beinhaltet, japanischen Reisekomfort der modernen Art, die auf unnützen Schnickschnack wie Unterhaltung verzichtet, aber dafür auf Funktion setzt: Reiskocher im Zimmer, Bereitstellung eines Schlafanzuges bzw. Nachhemdes oder Waschmaschinen zur Benutzung der Gäste gehören neben einer extrem effizienten Einrichtung des Zimmers und des gesamten Hotels dazu. Die Zimmer sind mit französischen Betten (140 cm breit) und einem japanischen Badezimmer ausgestattet. Desweiteren gibt es Hausschuhe, Putzhandschuhe für die Schuhe, sowie eine Hosenpresse. Wer den Fön vergeblich im Badezimmer sucht – sollte am Schreibtisch in der Nähe des Spiegels nachsehen. Da ein Spiegel beim heißen Baden sowieso beschlägt, kam man auf die Idee, ihn lieber am Schreibtisch zu installieren und den Haartrockner natürlich dort bereitzustellen.

Es gibt eine große Variante an Zimmern von Einzelzimmern über Kingsize-Doppelzimmern bis hin zu Zweibettzimmern in Varianten von Spar bis hin zu Deluxe. Die barrierefreien Zimmer heißen „Hearful Room“. Sie sind speziell für Rollstuhlfahrer eingerichtet. Aber auch für andere Gäste mit besonderen Bedürfnissen gibt es Extraservice: für Sehbehinderte spezielle Erklärungen des Zimmers, für Schwerhörige oder ältere Gäste. Soweit nötig können hier auch Möbel verrückt werden.
Nicht nur in der Ausstattung der Zimmer, sondern auch beim Shabu-shabu Deli Restaurant können sich einerseits japanische Reisende wie zuhause fühlen, aber auch internationale Gäste die angenehmen Seiten der japanischen Gastfreundlichkeit genießen.

Zuhause wie bei Muttern

Eine weitere Besonderheit der Hotelkette ist, dass sie von einer Frau gegründet und bis heute geführt wird. So ist es kein Wunder, dass sie dort vor allem für Frauen Arbeitsplätze geschaffen hat. 95% der Angestellten sind weiblich und viele der Manager sind verheiratete Frauen. Für die ist es ja in den meisten Konzernen wegen der hohen Anzahl an Überstunden sehr schwierig, ihre Karriere weiter zu verfolgen.

Da die Europazentrale der Hotelkette in Frankfurt ist, wundert es nicht, dass auch das erste Hotel hier gebaut wurde. Nun soll noch Low-Budget Hotel der Kette ebenfalls in Frankfurt entstehen. Außerdem sind bis 2018 weitere in Berlin, Wien, Marseille und Dublin geplant.